social media in unternehmenskommunikation

Social Media Implementation im Marketing-Mix

Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile!

Die Zeiten, wo Social Media als lose Spezialdisziplin verstanden wurde, sind definitiv vorbei. Die ganzheitliche Betrachtungsweise von Social Media ist daher keine Option, sondern mittlerweile eine Notwendigkeit, die für den nachhaltigen Erfolg von Marketing- und Kommunikationsmaßnahmen entscheidend ist. Daher ist es wichtig, Social Media (als wichtigen Bestandteil der Unternehmenskommunikation) in klassische (above the line) als auch nicht-klassische (below the line) Marketing- & Kommunikationsinstrumente zu implementieren.

Grundvoraussetzung für die Wahl der passenden Instrumente ist die genaue Kenntnis von:

  • Status Quo (Unternehmensstruktur, vorhandene Aktivitäten, Methode, Ziele…)
  • Zielgruppe (Alter, Geschlecht, Konsumverhalten…)
  • Ressourcen (Budget, Personal…)
  • Rahmenbedingungen (Rechtliche, politische, technologische…)

Above the Line Instrumente

Bei “above the line” handelt es sich um „klassische“ bzw. „traditionelle“ Marketing- und Kommunikationsinstrumente, welche seitens der Empfänger direkt erkennbar sind  und eine reichweitenstarke Schnittstelle zu Social Media Kampagnenelementen bilden. Zu diesen gehören etwa Printanzeigen, Flyer, Plakate, Online Werbeanzeigen, Sponsoring, Pressekonferenzen, TV- und Radiosendungen.

Printanzeigen/Flyer/Plakate

Hier gilt es, eine Brücke zwischen Print (offline) und Digital (online/mobile) zu schlagen. Ein geeignetes Instrument dafür sind u.a. iBeacons. Zum Beispiel bewarb Motorola das Produkt „Moto X“ im Magazin WIRED mit einer ganzseitigen Anzeige, die es Nutzern ermöglicht, per Knopfdruck die Farbe des darauf abgebildeten Smartphones dem eigenen Geschmack entsprechend anzupassen. C&A hat in Brasilien ein Printwerbemagazin herausgegeben, das Like-Buttons enthielt. Facebook-Fans konnten beim Betätigen des Like-Buttons unter einem der beiden Outfits im Magazin die Aktivität automatisch auf der Facebook-Timeline anzeigen lassen.

Eine weitere Möglichkeit der Überbrückung von Print und Digital Formaten bietet Augmented Reality. Zum Beispiel hat IKEA eine App gelauncht, welche den Ikea-Kunden bei der Einrichtung ihrer Räume helfen sollte. Über ein Display lassen sich dabei Sofa oder Tisch an jeden Ort projizieren.

Online Werbung (Banner…)

Bannerwerbung gibt es aufgrund neuer Web Technologien in unterschiedlichsten Formaten (etwa Skyscraper, Content Ad, Rectangle, Pop-Up/-Under, Interactive Ad…). Hinsichtlich der Viralität von Social Media Aktivitäten ist mitunter ein eingebundener “Call to action” in Online Werbeanzeigen entscheidenend für den Erfolg der Kampagne.

Das Start-Up “Follow Per Click” lässt etwa Unternehmer personalisierte Werbebanner erstellen, die dann bestimmten Kunden auf bekannten Webseiten angezeigt werden. Man richtet sich vor allem an KMU (Klein- und Mittelunternehmen), die Werbebanner erstellen, indem sie die gewünschten Motive und eine Nachricht hochladen. “Follow per Click” übermittelt dem Unternehmen dann einen Link, den es mit seinen Fans teilt. Mit Hilfe des darin enthaltenen Cookies werden die Personen, die den Link anklicken, automatisch registriert und bekommen dann die zugehörigen Banner auf Webseiten und sozialen Netzwerken wie Youtube angezeigt. Der Werbebanner folgt somit der Zielgruppe im Netz!

TV- und Radiowerbung

Die Wandlung von klassischen Radioformaten in Richtung “Social Radio” erfolgt heutzutage in Form von „radio-teased“ Inhalten und „Second Hörfunk Screen“.

Ein interessantes Beispiel liefert die Werbeagentur “Saatchi & Saatchi” für Toyota. Diese hat für den Kunden eine Radiowerbung entwickelt, welche die iPhone Sprachfunktion “Siri” nutzt. Der Spot beginnt mit dem bekannten Satz “Hey Siri”. Hat der Fahrer am iPhone “Siri” eingeschaltet, reagiert das Gerät auf diese Ansprache. In der Folge bittet die Stimme in der Werbung das Telefon, den Flugmodus zu aktivieren. Daraufhin weist sie den Fahrer darauf hin, dass er diesen Modus stets vor Fahrtantritt aktivieren sollte, um mögliche Ablenkungen durch das Smartphone und damit die Gefahr eines schweren Unfalls zu minimieren. “Social Awareness” via “Social Radio”!

Ähnlich wie bei “Social Radio” geht es bei “Social TV” (Second Screen) um die Schaffung eines interaktiven Fernsehens durch Einsatz von Social Media Instrumenten und Technologien. Dabei können TV und Social Media per TV Apps, Hybrid broadcasting & Augmented Reality kombiniert werden. Ein Beispiel für die Verschmelzung von “Werbe”-Realität & Fiktion ist die finnische MTV Sendung „Brändärit“, die sich um eine fiktionale Werbeagentur dreht, die mit prominenten Klienten echte Kampagnen kreiert. Dabei entwickeln die Charaktere ausgefallene Kampagnen für Partner wie Nissan, Lidl und Viking Line, die direkt im Anschluss ausgestrahlt werden.

Das Start-up “Fanmode” hat eine mobile App entwickelt, womit Fernsehzuschauer zu Hause ihre Emotionen ausdrücken können und überträgt diese live auf die Bildschirme im Stadion. Auf dem Smartphone wird per Fingerbewegung gejubelt oder gebuht und bei genügend Punkten ein „Super Cheer“ ausgelöst.

Below the Line Instrumente

Bei “below the line” handelt es sich um „nichtklassische“, „unkonventionelle“ bzw. „neue“ Marketing- und Kommunikationsinstrumente. Im Unterschied zu „above the line“ werden Ziel- und Bezugsgruppen meist subtiler und mit geringerem Werbebudget angesprochen. Dazu gehören POP (point of promotion), POI (point of interest) & POS (point of sale) Maßnahmen, Viral- & Buzz Marketing, Guerilla Marketing, Eventmarketing etc.

POS und POP Maßnahmen

Die Restaurant Kette “La Place” hat in der Innenstadt von Amsterdam eine interaktive Tafel aufgestellt, über welche die Passanten per Livetsream mit dem Koch des Restaurants verbunden werden, um sich ein Gericht zu bestellen, ohne dabei vorher das Restaurant betreten zu müssen. Über das interaktive Bestellsystem lockt das Restaurant mehr Besucher mit Vorbestellungen ins Haus und erzeugt nebenbei auch Aufmerksamkeit in den sozialen Medien.

Viral- und Buzz Marketing

Bei Viral Marketing geht es um die rasche Verbreitung einer ungewöhnlichen oder subtilen Botschaft über ein Kampagnengut in Online Kommunikationskanälen. Das wichtigste Format der Verbreitung ist das Video. Dabei wird in “passives virales Marketing” (Verbreitung der Botschaft durch konkrete Nutzung des Produkts, z.B.: eingebundene Youtube Clips – als gleichzeitige Werbung für Youtube) und “aktives virales Marketing” (Verbreitung der Botschaft durch Kommunikationskanäle und –formate, z.B.: Video per Email) unterschieden.

Ein geeignetes Viral- und Buzz Format sind u.a. Spoof Videos. Diese parodieren mitunter offizielle Werbespots und erreichen in sozialen Netzwerken meist mehr Traffic & Reichweite als das Original. Ein bekanntes Beispiel ist der “Gillette” Werbespot mit Tennis Star Roger Federer (Original vs. Spoof)! Gute Beispiele für Spoof Videos gibt’s auf Viralviralvideos.com.

Guerilla Marketing

Guerilla Marketing ist ähnlich wie “virales Marketing”, jedoch weniger konzeptionell und mit geringerem Budgetaufwand.  Arten sind etwa “Mundpropaganda” (Online: “Mouse-to-Mouse Propaganda”), Sticker, T-Shirts, Kappen, Graffiti (Streetbranding), Schleichwerbung, Projektionen und “Ambush Marketing” (Nutzung der medialen Aufmerksamkeit eines Großereignisses zur Bewerbung des eigenen Kampagnengutes).

Eine kreative Guerilla-Marketing-Aktion hat sich “Eight O’ Clock Coffee” ausgedacht. Zum Jubiläum der Serie “Friends” (für die 90er Generation sicher noch ein Begriff) bildeten sie den Coffeeshop “Central Perk”, den die Serien-Freunde regelmäßig besuchen, orginalgetreu nach. Außerdem engagierten sie den Schauspieler, der auch in der Serie den Ober Gunther spielte, als Bedienung. Der Ansturm war enorm!

Eventmarketing

Hierbei handelt es sich um Veranstaltungen, wie etwa Messen, Pressekonferenzen, Flashmobs, Sport- und Kulturevents etc. Dabei sollte ein Win-Win-Verhältnis zwischen Veranstalter und Besucher (Kartenverkauf <-> Erlebnis) herrschen. Weiters sind Interaktivität (Events dienen als Cross-Promotion Instrument), Inszenierung (szenische Zurschaustellung auf Basis eines Skripts) und Eigeninitiierung (Die Gesamtverantwortung liegt beim Unternehmen als Veranstalter) wichtige Kriterien für gelungene Events.

Zum Beispiel hat die “Bild”-Zeitung einen ihrer Reporter ein Spiel der deutschen Basketballbundesliga in Echtzeit auf digitalen Billboards kommentieren lassen, um zu verdeutlichen, dass die Tageszeitung schneller berichtet als die Konkurrenz. Der Reporter saß während des Spiels vor Ort am Computer und gab dort Schlagzeilen in eine speziell entwickelte Software ein, die diese Schlagzeilen an die LED-Bildschirme am Spielfeldrand sendete. Die Veranstaltung wurde von dem Fernsehsender Sport1 live übertragen, sodass die Aktion von 6.000 Personen im Stadion sowie von 210.000 Zuschauern zu Hause vor dem Fernseher verfolgt werden konnte.

Ein weiteres Beispiel für die erfolgreiche Integration von Event & Social Media ist die App „Confgames“, die Konferenzen in ein virtuelles Spiel verwandelt, bei dem ein reger Austausch zwischen Besuchern und Sponsoren initiiert werden kann. Besucher einer Veranstaltung mit „Confgames“ erhalten am Eingang einen NFC-Chip, auf dem sich persönliche Daten speichern lassen. Über die Applikation werden den Besuchern Aufgaben gestellt, die zumeist nur durch gezielte Fragen an die Sponsoren gelöst werden können. Die Aufgaben können auch an ein Gewinnspiel geknüpft sein. „Confgames“ kann zudem zu produktrelevanten Befragungen eingesetzt und zum Austausch von Kontaktdaten genutzt werden.

Wie bereits erwähnt, ist die ganzheitliche Betrachtungsweise von Social Media eine entscheidende Notwendigkeit für nachhaltig erfolgreiche Marketing- & Kommunikationsmaßnahmen. Die genannten Beispiele bilden lediglich einen kleinen Teil an ganzheitlichen & digitalen Möglichkeiten ab. Um euch laufend über aktuelle Social Media Implementation Trends zu informieren, empfehlen wir u.a. folgende Online Ressourcen: Trendone & Guerilla Marketing Ideen.

Foto: CC0 License Karolina Grabowska.STAFFAGE via pexels.com

Social Media Monitoring in der Immobilienbranche

Social Media Monitoring in der Immobilienbranche

Social Media gewinnt in der Immobilienwirtschaft aufgrund der Echtzeit- und Zielgruppenrelevanz immer mehr an Bedeutung. Dieser Umstand führt zu neuen und spezifischen Herausforderungen im Web- und Social Media Monitoring.

Die Zeiten der reinen Immobiliensuchmaschinen ist aufgrund der steigenden Anbieteranzahl definitiv vorbei. Der Erfolg liegt in der Diversifikation und Ganzheitlichkeit des Portfolios bzw. Geschäftsbereiches. Am Beispiel wohnnet.at, Österreichs größte Online Plattform zum Thema Bauen & Wohnen, ist der Trend am Immobilienmarkt klar erkennbar. Diese positioniert sich nicht nur als Echtzeit Immobiliensuchmaschine, sondern auch als One Stop Online Ratgeber für Endkunden, Firmenverzeichnis für Handwerker und branchenrelevante Dienstleister sowie B2B News- und Trendportal.

Aus dieser ganzheitlichen Marktpositionierung leiten sich folgende Herausforderungen im Web- und Social Media Monitoring ab:

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WebMedian Social Media Strategie

Der Weg zur nachhaltigen Social Media Strategie

Studien zur strategischen Social Media Nutzung von Unternehmen gibt es zur Genüge. Was alle Ergebnisse gemeinsam haben, ist der Umstand, dass nur wenige Unternehmen in Österreich ihre Social Media Aktivitäten auf Basis einer ganzheitlichen und nachhaltig angelegten Strategie durchführen.

Gründe für eine Social Media Strategie

Social Media wird jedoch immer professioneller, der “Versuch & Irrtum” Ansatz ist definitiv vorbei! Eine strategische Herangehensweise ist u.a. aus folgenden Gründen entscheidend für den nachhaltigen Erfolg:

  • Aufbau einer Themenführerschaft
  • Erreichung der richtigen Zielgruppe (Minimierung von Streuverlusten)
  • Erreichung der richtigen Kommunikationskanäle (Optimierung der Mediaplanung)
  • Zeit-, Ressourcen- und Kostenersparnis (Social Media ist Echtzeitkommunikation!)
  • richtige Aktivitäten für die passenden Zielgruppen setzen!
  • Effizientere Implementierung im Marketing Mix (Social Media ist keine Exklave!)
  • Effizientere Erfolgskontrolle (als Rechtfertigung für die Budgetplanung)
  • Konkurrenz schläft nicht!

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Unsere neue Website ist online!

Es ist soweit! Unsere neue Website ist online!

Bei dem bereits dritten Relaunch wurde unsere Website noch freundlicher und übersichtlicher für Sie gestaltet. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf die einfache Struktur und benutzerfreundliche Navigation gelegt. Dadurch soll der Besucher noch schneller über unser umfassendes Monitoring-Angebot informiert werden.

Speziell der Menüpunkt Case Studies soll für einen tieferen Einblick in unsere Arbeitswelt sorgen.

WebMedian.com wurde im Responsive Design gestaltet, das bedeutet, alle Inhalte sind unabhängig vom Endgerät gleichermaßen gut abrufbar – egal ob Desktop, Tablet oder Smartphone.

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