Das Social Web oder auch Web 2.0 genannt, hat das Internet fortwährend verändert. Beim Web 2.0 handelt es sich um einen Sammelbegriff für Anwendungen, bei denen die Interaktivität im Vordergrund steht ("Mitmach-Netz", "user generated content").
Aus dem Surfer und Konsumenten des Internets wird ein Publizist und Produzent von Inhalten.
Im Social Web vereinen sich eine ganze Reihe typischer Mechanismen moderner Kommunikation, und das macht es zur perfekten Fallstudie des Medienwandels: Die Kommunikation wird immer kürzer, Meinungsbeiträge werden immer weniger differenziert und jeder kann in den öffentlichen Meinungsbildungsprozess eingreifen. Die Masse der Nachrichten nimmt enorm zu, die Menschen vernetzen sich und Informationen verbreiten sich rasend schnell.
Das Web 2.0 besteht aus vielen Bausteinen. Kommentare auf Nachrichten-portalen, Posts in Blogs, Einträge in Foren oder Microblogging-Dienste die Möglichkeiten, aktiv zu werden, sind fast unbegrenzt.
Doch hinter der neuen Generation des Internets verbergen sich nicht nur Risiken. Noch nie war es für Unternehmen so einfach, ihre Zielgruppen kennenzulernen, denn im Mitmach-Netz geben Menschen unzählige Informationen über sich und ihre Interessen preis.
Unternehmen erfahren zudem aus erster Hand, welche Probleme in einer bestimmten Zielgruppe auftreten. Sie können diese Informationen bei der Produktentwicklung und der Marketingstrategie berücksichtigen.
Durch das Web 2.0 erhalten Firmen einen direkten Kommunikationskanal zu ihren Stakeholdern. Neue Geschäftsideen können leichter transportiert, mit Partnern und Kunden weiterentwickelt und so rasch zur Marktreife geführt werden.
Im Social Media gilt: "Jeder kann zur Meinungsbildung anderer beitragen!"
Was bisher in einer Zeitung vereint war, verteilt sich nun auf hunderte spezialisierte Websites, die jeweils viel weniger bieten als eine Zeitung, nämlich oft nur ein Thema, dieses aber deutlich ausführlicher behandeln. Die Zeitung wird ersetzt durch ein schier endloses Mitmach-Netz von Blogs, Communities, Foren, Groups usw.
Dies bedeutet für Unternehmen nicht nur einen deutlichen Mehraufwand hinsichtlich der Überwachung, es erhöht sich auch das Gefahrenpotenzial einer veröffentlichten Negativmeldung. Ein weiteres Risiko birgt die im Internet vorherrschende Anonymität, denn jeder kann sich binnen weniger Minuten anonym auf einem Portal registrieren und Meinungsmache betreiben.
Durch den Einsatz von Social Media ergeben sich eine Vielzahl von Unternehmenschancen wie beispielsweise: