Storytelling

Storytelling im Content Marketing: 7 Archetypen und ihre Anwendung

Storytelling, das Erzählen von Geschichten, wird als wichtiger Bestandteil des Content Marketings gesehen. Schließlich lieben wir Geschichten. Ob als Kind von unseren Eltern erzählt oder beim Tratsch mit den besten Freunden. Wir lieben sie, weil sie uns berühren, bewegen, zum Nachdenken anregen und unterhalten. Gute Geschichten fesseln und wecken Emotionen. Was Emotionen weckt, das erreicht uns, das bleibt im Gedächtnis und kann später auch wieder abgerufen werden. Es bewirkt also genau das, was jedes Unternehmen sich von seiner Werbung erhofft.

 

Es macht daher durchaus Sinn, Storytelling zu nutzen, um Produkte oder eine Marke zu bewerben. Durch das Erzählen von Geschichten kann eine Verbindung zu potentiellen KundInnen aufgebaut werden. Doch nicht jede Geschichte ist automatisch eine gute Geschichte. Wie muss sie also sein, damit sie ankommt, bewegt und schließlich verkauft?

 

Unterschiedliche ‚Archetypen des Erzählens‘ sollen als Basis für erfolgreiches Storytelling dienen, um auf direktem Wege den Kopf und die Gefühle der ZuschauerInnen zu erreichen. Im Folgenden sollen sieben davon beispielhaft dargestellt werden.

 

Archetyp 1: Der Held – Du kannst die Herausforderungen des Alltags meistern!

 

Ein Alltagsheld, mit dem wir mit fiebern können. Ein Held mit Ecken und Kanten, an dessen Stelle genauso gut auch wir stehen könnten. Weil in jedem von uns ein Held steckt, den man immer wieder einmal aufwecken muss, um scheinbar aussichtslose Situationen im Alltag zu meistern.

 

Das Beispiel: Coca Cola Zero
Der Held, der auf sein Date vergisst und in kürzester Zeit eine beachtliche Strecke zurücklegt, um doch noch rechtzeitig ans Ziel zu kommen. Der dabei auch noch einen spektakulären Auftritt hinlegt und den „Jerk“ beseitigt.

 

 

 

Archetyp 2: David gegen Goliath – Trau dich!

 

Der Kleine gegen den Großen. Der Ansporn, sich etwas zu trauen, auch wenn die Chancen zu gewinnen scheinbar gering sind. Etwas zu riskieren, auch wenn man als Underdog dasteht.

 
Das Beispiel: Nike Football
Der Junge, der dem Fußballstar den Ball am Elfmeterpunkt wegnimmt und selbst gegen einen Top-Torwart das entscheidende Tor schießt.

 

 

 

Archetyp 3: The Believer – Glaub an deine Träume!

 

Wir alle haben Träume, Wünsche, Hoffnungen und nicht immer ist es leicht, trotz allen Widrigkeiten des Alltags daran festzuhalten.

 

Das Beispiel: VW
Der kleine Junge mit der Darth Vader Verkleidung, der fest daran glaubt, dass die Macht mit ihm ist. Der immer wieder scheitert und sich am Ende dann aber über seinen kleinen Erfolg freuen kann.

 

 

 

Archetyp 4: Häusliches Glück – Schön ist es, wo du dich wohl fühlst!

 

Das Beispiel: IKEA
Wohl kaum jemand verkörpert diesen Archetypen immer wieder so treffend wie IKEA.
Es ist Weihnachten, draußen regnet es in Strömen und im Haus ist es so gemütlich und familiär, dass dem Zuschauer selbst ganz wohlig wird.

 

 

 

Archetyp 5: Phoenix aus der Asche – Die Kraft der Verwandlung

 

Veränderung. Verwandlung. Wir lieben es, die Entwicklungen von anderen Menschen zu beobachten. Warum sonst kommen wohl Vorher-Nachher-Bilder immer so gut an?

 

Das Beispiel: Bell’s Whisky
Der Mann, der Analphabet ist und sich nach und nach durch harte Arbeit zu einem Lesenden entwickelt. All das, um das Buch des eigenen Sohnes lesen zu können.

 

 

 

Archetyp 6: Tragödien – Alles wird gut!

 

Wenn Menschen sich in tragischen Situationen befinden, dann macht uns das traurig und wir wünschen uns, dass der Person etwas Gutes widerfährt. Wir bangen mit einer negativen Geschichte mit und wenn diese sich schlussendlich doch noch zum Guten wendet, löst sie wiederum positive Gefühle in uns aus.

 

Das Beispiel: EDEKA
Der alte, einsame Mann, der von seinen Kindern nicht mehr besucht wird und seinen eigenen Tod vortäuscht, nur um endlich wieder einmal mit seiner Familie Zeit verbringen zu können.

 

 

 

Archetyp 7: Comedy – Lachen ist die beste Medizin!

 

Lachen tut gut, Komik erheitert, erfreut und unterhält uns.

 

Das Beispiel: EDEKA
Der alte Mann im Anzug und mit Sonnenbrille, der mit EDEKA-Produkten durch Alltagssituationen tanzt und seinen Supergeil-Song singt.
Und so etwas verkauft? So etwas geht auf jeden Fall viral und der Kommentar unter dem Video zeigt am besten, dass die gewünschte Wirkung erzielt wird:  „I have no idea what this is advertising, but whatever it is, I want to buy some.“

 

 

Zum Schluss ist es noch wichtig sich zu überlegen, welche Geschichte am besten zum eigenen Produkt und zur eigenen Markenidentität passt. Ist dies geklärt, kann mit dem Storytelling auch schon losgelegt werden.
Erzählen Sie Geschichten, die gehört und gesehen werden wollen! Gute Geschichten, die Emotionen auslösen und wir unbedingt unseren Freunden weitererzählen wollen!
 

Wer das schafft, der hat schon fast verkauft.

 

Foto: shutterstock.com, chattanongzen

Valeria Lampert
Keine Kommentare

Kommentar senden

Kommentieren
Name
Email
Website