Instagram

Instagram: Followerkauf & wie man sich nicht davon täuschen lässt

Wer auf Instagram mit einem „Business-Profil“ unterwegs ist, wird sie immer wieder erhalten. E-Mails, die zum Followerkauf verleiten möchten und einem damit großen Erfolg versprechen. Die Angebote sind inflationär und viele Privatpersonen, aber auch Unternehmen schenken immer noch naiv all den großen Zahlen auf Instagram Glauben. Es stellt sich dabei die Frage: Wer betrügt hier eigentlich wen? Was wurde aus dem guten alten „Content ist King“ und ganz generell: Wohin soll das alles noch führen, wenn jeder nur noch Fake ist?

 

Die Angebote im Netz

 

Man könnte meinen, man müsse sich irgendwo ins Darknet begeben, um sich ganz heimlich ein paar Follower dazu zu kaufen. Dabei ist der Followerkauf schon längst quasi salonfähig. Einfach „Instagram Follower kaufen“ schnell ins Goolge eintippen, sich eines der vielen Angebote aussuchen und ein paar Klicks später instafame sein. Neben dem direkten Ankauf von Followern gibt es auch die Möglichkeit so genannte Follower-/Like-Bots zu kaufen, die dann ständig im Namen des Accounts liken und kommentieren. Oder aber sie folgen und entfolgen anderen immer wieder, um somit mehr Aufmerksamkeit auf das eigene Profil zu lenken. Dies funktioniert tatsächlich. Innerhalb kürzester Zeit konnte ich bei einem dazu bekennenden Account einen Anstieg von mehreren tausend Followern erkennen. Interessanterweise musste das betreffende Programm „Instagress“ erst vor kurzem schließen. Vielleicht ist dies der Anstoß für einen Umschwung, auch wenn ähnliche Anbieter aktuell noch aufrufbar sind und sogar tatsächlich mit „Tap… tap… BOOM! You’re famous“ werben.

 

Instagram Fakes erkennen

 

Socialblade kann dabei helfen, Fakes zu entlarven. Tatsächlich hat erst vor kurzem eine Website die Socialblade-Statistiken der bekanntesten österreichischen (Instagram-)BloggerInnen veröffentlicht. Dabei wurden jene rot markiert, bei denen eindeutig etwas nicht mit rechten Dingen zuzugehen schien. Nur kurze Zeit später wurde der Beitrag jedoch wieder von der Website genommen. Zu groß der Shitstorm seitens der „angeklagten“ BloggerInnen, meinte der Autor.
Doch was macht Socialblade? Bei Socialblade kann ich den Namen von jeglichem Instagram-Account eingeben und bekomme die dazugehörigen Statistiken. Bei der „Followers“ Statistik, erkennt man oft sehr schnell, wenn sich jemand Follower gekauft hat. Denn 5000 Follower innerhalb von zwei Tage ist auf natürlichem Wege sehr unrealistisch. Jedoch kann unter „Detailed Stats“ auch die „Following“ Statistik aufgerufen werden. Handelt es sich um einen Bot, welcher ständig Accounts folgt und entfolgt, wird dies hier ersichtlich.
Zu 100% sicher kann man sich jedoch nie sein, denn wer es klug anstellt, kann selbst jegliche Statistiken austricksen.
Man kann nur hoffen, dass Instagram -wie mit Instagress- weiterhin aufräumt und Wege findet Bots und Fake-Follower/Likes zu minimieren. Bis dahin bleibt uns nur übrig, gewisse Accounts kritisch zu hinterfragen und vielleicht doch wieder mehr dem Inhalt und weniger den Zahlen die Königskrone aufzusetzen.

 

Foto: shutterstock.com, happydancing

Valeria Lampert
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